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SACER SANGUIS MANIAC - Mummy Island
Kapitel 06


Das Treffen mit Jakub.

Ron hatte sich die entsprechende Seite aus einem Stadtplan kopiert und die Adresse von Jakubs Visitenkartenersatz mit einem Kreuz markiert. Es war eine dieser Gegenden, in denen man die Ratten zu Dutzenden um die Mülleimer huschen sah - zumindest an jenen Hausecken, wo die gelbliche Straßenbeleuchtung noch funktionierte.

Der vereinbarte Treffpunkt befand sich in einer schmalen Sackgasse. Zu beiden Seiten ragten mehrstöckige Backsteinhäuser empor, die bis in die frühen Achtziger als Arbeiterwohnungen gedient hatten. Zusätzlich zum Haupttor verfügte jedes Haus über einen gemauerten Abgang mit eigenem Zugang für die jeweiligen Kellergeschäfte. Die niedrigen Kellerfenster ragten bestenfalls einen halben Meter über die Kante des Bürgersteigs. Einfache Rohrgeländer in abgeblättertem Grün flankierten die Sackgasse zu beiden Seiten. Ron hatte fast schon das Ende erreicht, als er die erste Hausnummer entdeckte: 7. Genau hier war er richtig.

Nummer 7 war das breiteste Haus in der Gasse und beherbergte gleich drei Kellerlokale. Dummerweise waren sie alle unter der Subadresse 7b zusammengefasst. Ron holte den Zettel hervor, den Jakub ihm zugesteckt hatte, fand darauf aber keinen weiteren Hinweis. Langsam stieg er die neun Stufen hinunter und betrachtete seine Möglichkeiten. Alle drei Geschäftslokale waren dunkel, die Rollbalken vor den Türen heruntergelassen, die Fenster mit Rollgittern geschützt. Nichts deutete darauf hin, dass einer der Besitzer heute Abend noch eine Verabredung hatte. Das einzige Licht stammte von einer gelb schimmernden Straßenlaterne, an der fette Spinnen in ihren Netzen auf Nachtschwärmer lauerten.

Beim ersten Kellerlokal handelte es sich um einen Tattooshop, in dem hoffentlich besser gearbeitet wurde, als sich seine verstaubte Auslage präsentierte. Zwischen teilweise schon vergilbten Fotos von durchgeführten Arbeiten und lieblos aufgehängten Motivvorlagen standen allerlei Figuren: Drachen, Gnome, Totenköpfe und Ähnliches.

Passt nicht zu Jakub, war Ron schnell überzeugt.

Das zweite Geschäft war ein kleiner Plattenladen, von dessen Auslagenscheibe sich bunte Plakate von kommenden und vergangenen Livekonzerten lösten. Ron warf einen wehmütigen Blick auf die schwarzen Vinylscheiben, die mit Stecknadeln an die mit Stoff bespannte Auslagenrückwand gepinnt waren. Platten waren zwar immer noch ein Hingucker, doch gleich darunter stapelten sich die Neuerscheinungen vermehrt in CD-Form.

Ein paar Straßen weiter röhrte ein Wagen mit defektem Auspuff vorbei, dann wurde es wieder still.

Das dritte Kellerlokal war ein klassischer Trödelladen. Seine beiden Auslagenfenster waren bis obenhin mit altem Zeug zugeräumt.

Das muss es sein! Dieses Chaos passt perfekt zu dem verrückten Polen. Ron schob den Ärmel seines Pullovers ein Stück hoch und blickte auf die Uhr. Er war pünktlich, sogar mehr als das. Ron entschied sich dennoch dafür, seine Hand durch das Scherengitter zu zwängen und gegen die Auslagenscheibe zu klopfen.

Erschrocken zuckte er zurück, als er merkte, wie stark er das sehr dünne Glas in Schwingung versetzt hatte. Offenbar war die Gegend besser als ihr Ruf, denn sogar ein Zehnjähriger hätte die Scheibe vermutlich ohne Hilfsmittel einschlagen können. Andererseits war da immer noch das Scherengitter, und ein Blick in die Auslage verriet Ron, dass es nicht viel von Wert zu holen gab.

Ganz unten standen diverse Munitionskisten aus dem Zweiten Weltkrieg. Den Platz daneben teilten sich Ferngläser, ein rostiger Säbel und mehrere Porzellanfiguren. Eine Ebene darüber lag eine längliche Holzkiste ohne Aufschrift.

Ron stutzte. Bei genauerem Hinsehen erkannte er, dass es sich bei der Kiste um einen Sarg handelte, einen sehr kleinen Sarg, aber zweifelsfrei einen Sarg. Seine Augen weiteten sich noch mehr, als er den bandagierten Körper im Inneren bemerkte. Zweifellos lag da eine Mumie vor ihm, der Größe nach zu urteilen eine Kindermumie.

Ron fühlte sich auf unangenehme Weise an die Kokons erinnert, in denen Schmetterlinge sich verpuppten und ihre Metamorphose durchliefen. Kokons bedeuteten zwar das Ende des Raupendaseins, waren aber auch gleichzeitig die Geburtsstube jedes Schmetterlings. Demnach waren Kokons nach Rons Auffassung etwas Lebensbejahendes, etwas Positives. Mumien nicht.

Mumien standen nur für den Tod, das Ende des Lebens, das Ende unserer Möglichkeiten. All die prächtigen Monumente der Ägypter konnten nicht darüber hinwegtäuschen, dass keiner ihrer mühevoll präparierten und bandagierten Pharaonen je wieder zurückkehren würde. Sie waren wie verpuppte Raupen, denen niemals Flügel wachsen würden, deren Verwandlung zu Schmetterlingen niemals stattfinden würde. Sie waren nicht mehr als vertrocknete, zu Tode bandagierte Relikte einer vergangenen Zeit, und sie widerten Ron an.

„Tut mir leid!“, hörte Ron eine vertraute Stimme in seinem Rücken. „Bin ich zu spät?“

Ron drehte sich um und sah Jakub die Treppe herunterkommen. Mit einer Hand hielt er sich am Geländer fest, mit der anderen stützte er sich auf den runden Knauf seines Messingstocks.

„Ich hatte noch eine Hauszustellung. Warten Sie schon lange?“

Ron verneinte. „Ich bin selbst gerade erst gekommen.“

„Haben Sie etwas entdeckt, was Sie interessiert?“ Jakub zeigte mit seinem Stock auf die Auslage.

„Interessieren?“ Ron verzog das Gesicht. „Eher nicht.“

„Mögen Sie keine Mumien?“ Jakub stieg von der letzten Stufe und kramte nach seinem Schlüsselbund.

„Sie widern mich an!“, erklärte Ron mit Nachdruck. „Die Mumien meine ich.“

Der Pole grinste. „Machen sie Ihnen Angst?“

„Sicher nicht. Ich finde nur, dass Tote in die Erde gehören... unter die Erde“, verbesserte er sich.

„Für gewöhnlich sind sie dort gut aufgehoben.“ Der Pole beugte sich vor und öffnete mit einem Bartschlüssel die beiden Schlösser des Rollladens. „Trotzdem gibt es Leute, die sich am Anblick von Mumien erfreuen.“

„Jedem das Seine.“ Ron half dem Polen dabei, den Rollbalken anzuheben.

„Ich handle gern mit Mumien, aber man bekommt sie leider viel zu selten.“ Jakub griff nach einer Stange, die zum Vorschein kam, und hakte ihr krummes Ende in eine Öse am Rollbalken ein. Erst mit Hilfe dieser Verlängerung konnte er den Balken so weit nach oben schieben, dass die Tür dahinter sich öffnen ließ.

„Sollte mir eine über den Weg laufen, schicke ich sie Ihnen vorbei.“ Ron hielt dem Polen die Tür auf.

„Wenn es so einfach wäre“, seufzte Jakub und trat ein. Seine Hand fand den Lichtschalter neben der Tür, als hätte sie sich über viele Jahre an dessen Position gewöhnt.

Leuchtstoffbalken flammten auf, blinkten mehrfach und tauchten dann das Kellerlokal in ein gespenstisch kaltes Blauweiß.

„Wenn Sie mir Mumien liefern würden, könnte ich Ihnen ganz andere Preise zahlen als für Schmetterlinge oder Puppen. Mit gut erhaltenen Exemplaren lässt sich noch richtig Geld machen.“

Ron wurde hellhörig. Von Mumien hatte er zwar keine Ahnung, aber Geld konnte er im Moment dringend brauchen. Ende des Monats war wieder eine Rate für sein Auto fällig, und nur eine Woche später würde er einen weiteren Scheck für die Wohnungsmiete ausstellen müssen. Im Moment waren ihm die Ausgaben immer einen großen Schritt voraus.

„Stammt die Mumie in der Auslage aus Ägypten?“, zeigte Ron vorsichtiges Interesse an dem Thema. „Ist das der Sohn eines Pharaos?“

Jakub lachte lauthals los. „Von Mumien haben Sie wirklich keine Ahnung.“ Er packte seinen Besucher am Arm und zog ihn zu dem Sarg. „Glauben Sie im Ernst, die alten Ägypter hätten so mistige Arbeit geleistet? Sehen Sie sich nur die verkrüppelten Holzlatten an, aus denen man diese Kiste zusammengezimmert hat.“ Er schüttelte den Kopf. „Mit einem ägyptischen Sarkophag hat dieses Gebilde hier gar nichts zu tun.“

„Also ist die Mumie wertlos?“

„Das habe ich nicht gesagt“, entgegnete Jakub. „Obwohl sie mich wahrscheinlich nicht reich machen wird. Ihr Zustand ist leider nicht der beste.“ Er hob einen Arm der Mumie vorsichtig an und zog ihn aus dem Sarg. „Ihr Vorbesitzer hat sie ausgewickelt, dabei sind ein paar Dinge zu Bruch gegangen, wie Sie sehen.“

„Warum sollte jemand das tun?“ Ron schaute abwechselnd auf den baumelnden Arm und auf den Rest der im Sarg liegenden Mumie.

„Unterhaltung“, warf der Pole ihm ein Schlagwort hin. „Es ist noch gar nicht so lange her, da hat sich die gehobene Gesellschaft zu Mumienpartys getroffen. Der Gastgeber hat eine Mumie erstanden und diese dann in Form eines Spiels mit seinen Gästen ausgewickelt. Die Regeln waren denkbar einfach: Jeder wickelte eine Bandage ab und durfte alles behalten, was ihm dabei in die Hände fiel. Das konnten Amulette sein, Skarabäen, Armbänder, Ohrringe oder was immer die Familie dem Toten mit auf die letzte Reise gegeben hat. Je nach Land und Kultur wurde von Goldschmuck bis wertlosem Plunder alles mit einbandagiert, was die Familie zusammentragen konnte. Wie die Mumie nach der Auspackorgie aussah, hat die Partygäste nicht interessiert. Einige dieser zerfledderten Mumien wurden später Museen vermacht, landeten in Privatsammlungen oder im hauseigenen Kamin.“

„Interessante Geschichte“, räumte Ron ein.

Jakub gab der Mumie den Arm zurück. „Kurz danach sind die ersten Berichte über Flüche und Unglücksfälle aufgetaucht. Deshalb und weil auch immer öfter Fälschungen für Mumienpartys produziert wurden, hat das alles schnell wieder aufgehört.“

„Flüche?“

Jakub sprach mit tiefer, schauriger Stimme: „Wer meine Totenruhe stört, möge verflucht sein! So steht es auf meinem Grabsiegel geschrieben. Tod den Grabräubern!“ Er schmunzelte über seine gelungene Vorstellung.

„Solchen Unsinn haben die Leute damals geglaubt?“, fragte Ron erstaunt.

„Nicht nur damals. Es gibt noch immer eine Menge Menschen, die mit Mumien nichts zu tun haben wollen, weil sie deren Flüche fürchten.“

„Sie offensichtlich nicht“, entgegnete Ron.

„Der Schein trügt.“ Jakubs Tonfall hatte sich erneut ohne jedes Vorzeichen verändert. Doch diesmal klang er nicht so, als würde er einen Witz machen. „Es gibt Mumien, die möchte ich nicht für alles Geld der Welt in meiner Nähe haben. Egal, was die moderne Wissenschaft zu Flüchen und Verwünschungen sagt, gewisse Dinge lässt man besser unberührt.“

Betretenes Schweigen.

Nach einer Weile fragte Ron: „Wie kann man erkennen, ob eine Mumie verflucht ist? Ich meine, wenn Ihnen heute jemand eine Mumie zum Kauf anbietet, können Sie doch unmöglich wissen, ob das Grab mit einem Fluch versiegelt war oder nicht.“

„Glauben Sie mir, wenn Sie eine dieser verfluchten Mumien sehen, wissen Sie sofort, was die Stunde geschlagen hat. Es braucht keine hochentwickelten Talente, um den sicheren Tod erkennen zu können, dafür reichen unsere primitivsten Instinkte völlig aus.“

Die Antwort stellte Ron nicht zufrieden. „Aber wenn jemandem wie mir, der noch nie mit Mumien zu tun hatte, eine verfluchte Version angeboten wird...“ Er sah den Polen hilfesuchend an.

„Sie meinen, wie sich verhindern lässt, dass Sie mir so eine Höllenbrut anschleppen?“

Ron nickte.

„Halten Sie sich von Indianermumien fern! Machen Sie einen großen Bogen um Naturvölker, die ihre Toten nach dem Bandagieren mit Lehm oder Tonerde bestreichen. Wissen Sie, wofür der Lehm ist?“

Ron wusste es nicht, natürlich nicht.

„Der hält die Mumien frisch. Ist wie Alufolie, nur besser. Der Lehm beziehungsweise die Tonerde reguliert die Feuchtigkeit im Inneren der Mumie.“

Ron wirkte verwirrt. „Ich dachte, Mumien sind völlig trocken. Staubtrocken?“

„Und schon haben Sie das zweitwichtigste Kriterium zur Unterscheidung von lukrativen Mumien und verfluchten Mumien gelernt. Halten Sie sich von Mumien fern, die nicht staubtrocken sind. Wer hundert, fünfhundert oder vielleicht sogar schon tausende Jahre in der Erde liegt und immer noch nicht verrottet ist, der ist entweder staubtrocken oder verflucht. Unter Sammlern gilt die Faustregel: Trockene Mumien sind gut, feuchte Mumien sind böse. Halten Sie sich von feuchten Mumien fern!“

„Verstehe.“ Ron nickte mechanisch. „Und was ist das wichtigste Kriterium?“

„Haben Sie schon jemals eine Mumie gesehen, die sich bewegt? Die ihr Grab verlässt und auf die Jagd geht?“

„Nein, natürlich nicht!“

„Belassen Sie es dabei.“ Jakub drehte sich um und forderte Ron auf, ihm zu folgen. „Auch wenn ich gern über Mumien plaudere, sollten wir doch den Zweck Ihres Kommens nicht vergessen. Sie haben mir ein Angebot gemacht, und nun ist es Zeit, dass Sie sehen, wofür.“

Ron zwängte sich hinter dem Polen durch die engen Regalreihen, die voll mit Antiquitäten, Plunder und Sperrmüll waren. Vermutlich würde selbst ein Fachmann Wochen brauchen, um sich einen Überblick zu verschaffen.

Jakub stoppte vor einem beleuchteten Glaskasten.

Ron musste zweimal hinsehen, um die trübe, grüne Brühe darin als das zu erkennen, was sie war: den Inhalt eines Aquariums.

Als Jakub an die algenbewachsene Frontscheibe herantrat, tauchten aus dem Sumpfwasser zwei hervorquellende Augenpaare auf.

Ron ging ein Stück in die Knie, um besser erkennen zu können, wen oder was er da vor sich hatte.

Es waren zwei Goldfische mit langen, schleierartigen Schwänzen und Flossensäumen. In der Algensuppe wirkten sie damit so fehl am Platz wie ein spitzenbesetztes Cocktailkleid in einer prähistorischen Sumpflandschaft.

Ron entdeckte eine kleine Taucherfigur, aus deren Helm Luftblasen blubberten.

„Darf ich?“ Jakub war gerade dabei, eine Schublade unter dem schlichten Aquarienschrank aufzuziehen. An den vom Wasser aufgequollenen Ecken löste sich bereits das aufgebügelte Furnier ab und überall klebten eingetrocknete Futterflocken.

„Klar.“ Ron wich einen Schritt zurück.

Jakub zog die Lade ganz auf, in der zahlreiche Schachteln zum Vorschein kamen. Die größte davon hob er heraus und legte sie auf den einzig freien Regalplatz im Umkreis von fünf Metern.

Ron reagierte sichtlich irritiert. „In der Schachtel ist doch hoffentlich nicht das, was ich denke?“

„Wenn Sie Einbrecher wären und dumm genug, sich ausgerechnet diesen Laden voller Plunder auszusuchen, wo würden Sie dann mit ihrem Raubzug beginnen?“

Ron schmunzelte.

„Sehen Sie!“ Jakub grinste. Gleich darauf kehrte der geschäftsmännische Ernst in sein Gesicht zurück. „10.000 Dollar binnen drei Tagen für Ihre Begegnung mit dem Schicksal. So lautet unsere Vereinbarung für den Fall, dass ich Ihren Geschmack getroffen habe.“

„Bestätigt.“ Ron hatte zwar keine Idee, wie er das Geld zusammenbekommen sollte, aber noch weniger konnte er sich vorstellen, dass der Pole einen Schmetterling hatte, der es wert war.

Jakub nahm den Deckel von der Schachtel. Darin befand sich eine milchig-trübe, quadratische Kunststoffbox, deren Kanten fast so lang waren wie Rons Unterarm. Die Höhe der Box betrug etwa vier Zentimeter. Der Pole hob behutsam den Deckel ab, legte ihn zur Seite und trat einen Schritt zurück. „Bitte nicht mit den bloßen Händen berühren. Aber ich denke, das muss ich einem Fachmann wie Ihnen nicht erklären.“

Ron brauchte nur einen Augenblick, um zu verstehen, was er da vor sich hatte. Ein einziger Herzschlag reichte aus, um sein Blut in Wallung zu bringen. „Wahnsinn!“, war alles, was seine Lippen hervorbrachten. Obwohl er wusste, dass es ein Fehler war, so offensichtliches Interesse zu bekunden, konnte er nicht anders, als sich zu wiederholen. „Das ist einfach nur Wahnsinn.“

Jakub hatte mit allem recht behalten, was er über den Schmetterling gesagt hatte. Dieses Tier war perfekt, es war der Traum eines jeden Sammlers. Mehr als das. Wäre es bereits wissenschaftlich beschrieben worden, hätte Ron davon gewusst. Es existierten nicht viele Schmetterlinge dieser Größe, und er kannte sie alle. Diesen nicht. Dieses Exemplar hatte noch niemand beschrieben, und es war auch offensichtlich, warum: Keine Beschreibung konnte diesem Anblick gerecht werden.

„Deute ich Ihre Reaktion richtig, dass wir ins Geschäft kommen?“, fragte Jakub zufrieden.

„Wenn er echt ist“, woran Ron ehrlicherweise kaum Zweifel hegte, „bekommen Sie Ihr Geld. Jeden einzelnen Dollar. So wahr ich hier stehe.“